Technischer Dienst - Dekontamination

 Am letzten Technischen Dienst haben sich einige Mitglieder der Feuerwehr Stadt Preetz mit der Absperrung und Dekontamination nach Gefahrgutunfällen beschäftigt.

Bei Unfällen mit Gefahrstoffen wird grundsätzlich ein Vollschutzanzug mit umluftunabhängigen Atemschutzgeräten getragen. Daher ist es zwingend notwendig, möglichst schnell eine Absperrung und eine Dekontaminationsstelle aufzubauen. Natürlich steht auch bei solchen Unfällen die Rettung verletzter Personen an erster Stelle, aber auch die Eigensicherung der eingesetzten Kräfte darf nicht außer Acht gelassen werden.

Die Absperrung ist die erste Maßnahme an der Unfallstelle. Sie dient zur Absicherung und zur Trennung der Einsatzstelle in je einen Schwarz-/ Weißbereich. Die Absperrung wird so eingerichtet, dass die Einsatzkräfte im Vollschutzanzug die Unfallstelle (Schwarzbereich) nur an einer Stelle wieder verlassen können. An dieser Stelle wird die Dekontamination durchgeführt, so dass sich die Kräfte nach der Reinigung wieder im Weißbereich befinden. Die Einsatzzeit in einem Vollschutzanzug beträgt je nach Arbeitsaufwand ca.15-30 min.

Die Feuerwehr Stadt Preetz verfügt für solche Einsätze über ein Dekontaminationszelt, welches mittels Druckluft selbstaufbauend ist. Das Zelt hat eine eingebaute Dusche mit externem Wasseranschluss sowie einen Anschluss zum Absaugen des kontaminierten Wassers. Bevor die Einsatzkraft das Zelt betritt, kann, je nach Einsatzlage und Gefahrstoff, eine grobe Vorreinigung mittels eines normalen Feuerwehrschlauches erfolgen. Die gründliche Reinigung im Zelt erfolgt über die Dusche und zwei eingebaute armlange Handschuhe, die von außen durch eine Einsatzkraft bedient werden. Das aufgefangene kontaminierte Wasser wird in einen Behälter gepumpt und später zur Entsorgung einer Spezialfirma zugeführt.

Da es dem Kameraden im Vollschutzanzug nicht möglich ist, den Anzug allein zu öffnen und auszuziehen, stehen nach der Dekontamination zwei weitere Einsatzkräfte als Hilfe bereit. Dabei ist zu beachten, dass eine Hilfsperson geschützt durch spezielle Handschuhe den Anzug nur außen berührt und die andere Hilfsperson nur innen. Danach wird der Vollschutzanzug in ein dichtes Behältnis gepackt und je nach Gefahrstoff durch eine externe Firma gereinigt oder entsorgt.

Ein Unfall mit Gefahrstoffen ist in den meisten Fällen ein zeit-, kräfte- und materialintensiver Einsatz für die Feuerwehren. Daher gibt es im Kreis Plön den Löschzug Gefahrgut, der zur Unterstützung angefordert werden kann. Der Löschzug setzt sich aus Feuerwehrleuten und Fahrzeugen von verschiedenen Feuerwehren im Kreisgebiet zusammen und kann vom Einsatzleiter vor Ort über die Leitstelle in Kiel alarmiert werden.

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