Die Freiwillige Feuerwehr Preetz

Zum 90jährigen Jubiläum 1965

Am 15. Juli 1875 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet. Schon längere Zeit vorher waren Besprechungen abgehalten und Verhandlungen gepflogen worden mit dem Ziele, eine Freiwillige Bürger-Feuerwehr zu gründen. Den äußeren Anlass hierzu hatte Hauptmann Herchenröder von der Freiwilligen Feuerwehr Kiel gegeben, der überall im Lande Übungen abhielt, um für die Freiwillige Feuerwehr zu werben, und auch nach Preetz kam. Das veranlasste den Beigeordneten Hermann Cramer, eine Versammlung auf den 6. März 1875 einzuberufen. Es nahmen teil: Beigeordneter Cramer, Bürgermeister Diercks, Amtsgerichtssekretär Kähler, weitere 14 Bürger der Stadt und eine große Anzahl aktiver Mitglieder der Freiwilligen Turnerfeuerwehr. Cramer übernahm den Vorsitz, und Kähler fungierte als Schriftführer. Mit warmen und beredten Worten legte der Vorsitzende Zweck und Ziel der Versammlung dar und die Anwesenden, namentlich die Vertreter der Stadt, erklärten sich bereit, sich der Feuerwehrsache zu widmen und besonders dahin zu wirken, dass mehr aktive Mitglieder eintreten. Nach lebhafter Aussprache wurde beschlossen:

Der Vorstand der zu gründenden Freiwilligen Feuerwehr besteht aus fünf Mitgliedern und zwar zwei von der Stadtvertretung, zwei aus den Reihen der aktiven Mitglieder und der Hauptmann der Freiwilligen Feuerwehr. Der Hauptmann soll Mitglied der städtischen Branddirektion sein. Im Jahre sollen zwei Hauptversammlungen abgehalten werden, jeder Versammlung geht ein Feuerwehrexercitium voraus. Einteilung der Stadt in zwölf Löschbezirke, für jeden Bezirk eine Persönlichkeit ernennen, die für das Feuerlöschwesen Interesse zeigt.

Weitere Verhandlungen folgten am 16., 18. Und 29. Juni, und endlich waren die Vorbereitungen so weit gediehen, dass zur Bildung der Freiwilligen Feuerwehr geschritten werden konnte. Nachdem sich dann am 5. Juli 1875 die Freiwillige Turner-Feuerwehr aufgelöst hatte, erfolge die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr am 15. Juli 1875. Es meldeten sich sofort 36 Mann zum Eintritt, und diese Zahl erhöhte sich einige Tage später auf 56 Mann. Sie wählten Färbermeister Brandenburg zu ihrem Hauptmann.

Im Jahre darauf war die Wehr schon 95 Mann stark und in allen folgenden Jahren bis zum 1. Weltkrieg hin hat sich die Stärke der Wehr auf 90 bis 100 Mann gehalten. Von der Freiwilligen Turnerfeuerwehr übernahm die Freiwillige Feuerwehr 100 Ausrüstungsgegenstände, ferner 1 Gerätewagen, 3 Spritzen, ca. 500m Schläuche und eine Schlauchkarre. Von der Brandwehr standen ihr außerdem noch 2 Spritzen zur Verfügung. Später kamen noch dazu: ein Rettungssack, eine zweite Schlauchkarre und ca. 500m Schläuche und die Stadtvertretung beschloss im Gründungsjahr den Bau eines Trockenturmes mit Steigereinrichtung. Die Administration der Spar- und Leihkasse bewilligte als Beihilfe zu dem Bau 1000 M. Im Jahre 1882 erhielt die Wehr von der Preetzer Spar- und Leihkasse 100 graue Winterjoppen und 1899 100 blaue Blusen. Die Winterjoppe war aus dickem, grauem Wollstoff genäht. Der Wollstoff musste auswärts beschafft werden, da die hiesigen Weber nur Halbleinen und Baumwollstoffe herstellten. Der Wollstoff kostete 5,- M je Meter, die Schneider erhielten für eine Joppe nähen 3,- M. Der Preis einer Joppe stellte sich somit auf ca. 12,- M.

Nach einer Statistik des Provinzial-Verbandes der freiwilligen Feuerwehren in der Provinz Schleswig-Holstein für die Jahre 1888-90 hatte unsere Stadt mit 490 Häusern 4700 Einwohner. Der Mitgliederbestand der Freiwilligen Feuerwehr betrug 6 Führer, 12 Steiger und Retter, 70 Spritzenleute, 7 Wachmannschaften, 5 Hornisten und Spielleute, zusammen 100 aktive Mitglieder. An Geräten waren vorhanden: 1 Fahrspritze, 1 Abprotzspritze, 1 zweirädrige Druckspritze, 1 Zubringer, 1 Steigerwagen mit 4 einholmigen Leitern, 1 freistehende Leiter mit Stützen 10m hoch. Am Samariterunterricht nahmen 3 teil, Wasser zum Löschen genügend vorhanden. Von den 246 in der Statistik aufgeführten Feuerwehren sind 18 älter als die Preetzer Freiwillige Feuerwehr und 5 gleichen Alters.

In einem Zeitraum von 50 Jahren, von 1875 bis 1925, hat die Freiwillige Feuerwehr über 90 Brände und Schadenfeuer in und außerhalb Preetz bekämpft. Die größte Brandkatastrophe ereignete sich auf der Kronsburg. Im Bericht heißt es: Ein gewaltiges Feuer äscherte am 24. Mai 1889 in der Kührener und Löptiner Straße mehrere Häuser ein. Als die Einwohner beim Mittagessen saßen, ertönte Feuerlärm. Das Feuer brach aus im Hause des Tischlers Wiegand und vernichtete ferner die Häuser von Böttcher Minsch in der Kührener Straße, Landmann Böhl, Schlachter Johannsen und Weber Tock in der Löptiner Straße sowie Schlachter Jonas auf der Kronsburg. Insgesamt fielen dem Feuer 13 Wohn- und Nebengebäude zum Opfer. Nachmittags 2 Uhr wurde die Kieler Freiwillige Feuerwehr requiriert, die mit fünf Geräten und 60 Mann eintraf, aber nicht mehr in Tätigkeit zu treten brauchte, weil die Preetzer Wehren im Verein mit den eingetroffenen benachbarten Wehren das Feuer in der Gewalt hatten.

Prinz Heinrich, Hofmarschall von Seckendorf, Inspektor Rohde von der Landesbrandkasse, Feuerlöschinspektor Wernich und zahlreiches Publikum aus Kiel waren eingetroffen, um sich das Feuer bzw. die gewaltige Brandstätte anzusehen. Abends 8 Uhr konnte die hiesige Feuerwehr abrücken und das Ablöschen einer Brandwache überlassen.

Im Jahre 1896 waren allein sechs Brände zu bekämpfen. Am 23. August 1901 wurde das Haus des Tischlermeisters J. Ramm ein Raub der Flammen. Da sich in dem Hause die Abzeichen der Königswürde der alten Preetzer Schützengilde befanden, befürchtete man, dass diese dem Feuer zum Opfer gefallen seien. Beim Aufräumen der Brandstätte jedoch fand man die Abzeichen unversehrt unter verkohlten Sachen.

Einige größere Brände in den folgenden Jahren seien genannt: 13.10.1905 bei Wätjen, Gasstraße, 24.09.1912 der Schützenhof, 12.11.1913 bei Rohwedder, Langebrückstraße.

Am 13. Februar 1918 brannte das Gewese des Schlachtermeisters Sellmer, wozu die Kieler Motorspritze herangezogen werden musste. Das war die Veranlassung, dass unsere Freiwillige Feuerwehr eine fahrbare Leiter bekam. Sie wurde von der Kieler Wehr für 1500 M gekauft, am 21. Juni 1919 geliefert und von der Kieler Feuerwehr vorgeführt. Unsere Wehr verfügte ferner über zehn Gasmasken und 25 Minimaxapparate. Letztere befanden sich im privaten Besitz, doch war mit den Eigentümern die Vereinbarung getroffen, dass die Apparate bei Feuersbrünsten sofort zur Verfügung gestellt werden. Es waren Mannschaften bestimmt, die dieselben sofort zum Feuer bringen sollten.

In der Statistik des Provinzial-Verbandes heißt es: „Wasser zum Löschen genügend vorhanden.“ Das wird niemand bestreiten wollen; dennoch waren die Wasserverhältnisse dieser Zeit immer sehr schwierig, weil alles Wasser vom See herauf musste. Oftmals reichten die Schläuche nicht, dann bildeten die Feuerwehrmänner und mit ihnen alle, die herbeigeeilt waren, lange Reihen zum See hinunter und „durch der Hände lange Kette um die Wette fliegt der Eimer, hoch im Bogen spritzen Quellen Wasserwogen.“ Im Jahre 1889 war ein Hydrophor angeschafft worden, der zwei Stunden lang 500l je Minute lieferte. Um aber in Notfällen Wasser in erreichbarer Nähe zu haben, beantragte die Wehr die Herstellung von Bassins. Im Jahr 1909 wurden auf dem Gänsemarkt und Ecke Kieler und Pohnsdorfer Straße je ein Bassin für 44 cbm und 1912 auf dem Kührener Berg bei der Ackerbauschule ein drittes zu 65 cbm gebaut. Das Streben nach Vervollkommnung hielt an. In den Jahren nach dem 1. Weltkrieg war auf allen Versammlungen immer wieder der Wunsch laut geworden, eine Automobilspritze anzuschaffen. Schließlich fand am 07.11.1924 im Rathaus eine Versammlung statt zwecks Gründung eines Zweckverbandes. Dem Zweckverband schlossen sich an die Stadt Preetz und alle Gemeinden rund um Preetz in einer Entfernung von etwa 12 km. Die Anlieferung der Automobilspritze erfolgte am 03.07.1925, die Gesamtkosten betrugen 27.000 M. Die Spritze lieferte in der Minute 1000l. Sie wurde von der Freiwilligen Feuerwehr übernommen und hier zunächst zehn Mann bestimmt, die abwechselnd je fünf monatlich zum Dienst verpflichtet waren. Alle erhielten Telefonanschluss. Durch das 1929 errichtete Wasserwerk wurden die Wasserverhältnisse erheblich besser. Nunmehr hatte die Freiwillige Feuerwehr das technisch Vollkommenste, was es zu dieser Zeit im Feuerlöschwesen gab.

Über „Feueralarm“ wird berichtet: Am 11.04.1875 wurden die Bewohner von Preetz durch Feuerlärm aufgeschreckt. Glocken, Trommeln, Nachtwächterknarren, Hornsignale ertönten. In der Sitzung der Stadtvertretung vom 06.04.1881 wurde beschlossen, die beiden Trommeln, die bisher bei Feuerbrünsten als Alarmsignal dienten, außer Wirksamkeit zu setzen. Dieser Beschluss wurde am 04.05.1881 wieder aufgehoben. Später, nachdem der Dienst der Nachtwächter durch Neuorganisation der Polizei abgeschafft wurde, erfolgte die Alarmierung durch Hornruf. Nach Art der Signale war festzustellen, ob es am Kieler oder am Kührener Ende brannte. Wenn die Flammen sichtbar wurden und hochschlugen, riefen die Kirchenglocken. Seit 1926 alarmieren Sirenen.

Bei Kriegsausbruch 1914 verblieben der Wehr zunächst noch 27 Mann, nach und nach aber ging der Bestand auf acht Mann zurück. 70 Mann standen im Felde. Frühere Mitglieder meldeten sich freiwillig zum Dienst in der Feuerwehr und im Jahre 1916 wurden die Freiwillige Feuerwehr und die Zwangsfeuerwehr zusammengelegt, so dass ein Hilfsdienst der Frauen nicht notwendig wurde. 17 Kameraden sind im Kriege gefallen. Eine Ehrentafel bewahrt ihre Namen der Nachwelt.

Wie groß das Interesse der Bevölkerung an ihrer Feuerwehr war, bewies ein Aufruf nach dem Kriege zum Eintritt in die Freiwillige Feuerwehr. 90 Mann erschienen zur ersten Übung. Der Krieg mit seinen Begleiterscheinungen hatte die Ausrüstungsgegenstände nicht verschont. Eine Haussammlung erbrachte 10.000M, dazu kamen 3.000 M von der Landesbrandkasse und ein größerer Betrag von der Stadt, so dass die Uniformen, Spritzen und Schläuche wieder in Ordnung gebracht werden konnten.

An Anerkennung hat es der Wehr bisher nicht gefehlt. Im Jahre 1903 wurde die Leistungsfähigkeit der Wehr von der Regierung anerkannt. Häufig haben die Landesbrandkasse und die verschiedenen Versicherungsgesellschaften die Leistungen durch Prämien anerkannt. Im Jahre 1924 hat der Landrat dem Hauptmann der Freiwilligen Feuerwehr eine schriftliche Belobigung wegen tatkräftiger Hilfe und straffer Disziplin bei dem Brand auf Wildenhorst zugestellt. Auf dem Gut Rantzau wurden erhebliche Werte vor der Vernichtung bewahrt, wofür die Besitzerin der Wehr in einem warmherzigen Schreiben ihren Dank abstattet und der Tatkraft, Umsicht und Entschlossenheit der braven Löschmannschaft die gebührende Ehre gibt.

Neben der steten Einsatzbereitschaft, den vielen Übungen und Exerzitien, den Appelen wurde aber die Pflege der Zusammengehörigkeit nicht vergessen. Kränzchen, Unterhaltungsabende, gut gelungene Stiftungsfeste, häufig verbunden mit Kreisfeuerwehrfesten, festigten die Kameradschaft. Hier sei der Männer gedacht, die sich um die Freiwillige besondere Verdienste erworben haben.

                Hauptmann Brandenburg von 1875 bis 1880

                Hauptmann Prien                von 1880 bis 1885

                Hauptmann Gnutzmann   von 1885 bis 1890

                Hauptmann W. Kähler       von 1890 bis 1899

                Hauptmann W. Schlüter    von 1899 bis 1903

                Hauptmann A. Buhmann    von 1903 bis 1920

                Hauptmann P. Schön          von 1920 bis 1953

August Buhmann legte 1920 krankheitshalber sein Amt nieder und wurde zum Ehrenhauptmann ernannt. Viel hat die Wehr dem damaligen Schriftführer Buchdruckereibesitzer Jens Moritzen Hansen zu verdanken, der Kreisvorsitzender wurde und den die Wehr für seine Verdienste zum Ehrenhauptmann ernannte.

Früher war ein Oberbranddirektor Vorgesetzter der Wehr. Es waren:

                Von 1875 bis 1891 Fr. Ramm

                Von 1891 bis 1919 Joh. Wrigge

                Von 1919 bis 1925 Hans Habermann

Vom Jahre 1925 an wurde dieses Amt dem Hauptmann der Freiwilligen Feuerwehr übertragen.

Im Jahre 1930 wurde die Zwangsfeuerwehr aufgehoben.

Das Jahr 1933 brachte der Freiwilligen Feuerwehr in ihrer Organisation mancherlei Neuerungen und Änderungen. Der Vorstand trat zurück, wurde aber in der Versammlung wiedergewählt und auch später in seinen Ämtern bestätigt. Neue Satzungen wurden festgelegt, das Führerprinzip straff durchgeführt. Die Wehr war von jetzt an ein eingetragener Verein. Sämtliche Mitglieder wurden vereidigt und erhielten Mitgliedsbücher. Der Hauptmann hieß nunmehr Wehrführer. Zu den bisherigen Übungen traten Luftschutzübungen, auf den Versammlungen wurden Schulungsvorträge gehalten. Die Stärke der Wehr betrug 52, als Sollstärke war 62 Mann vorgeschrieben.

Für das 60jährige Stiftungsfest war eine Besichtigung durch den Kreiswehrführer Paulsen angesetzt. Der Verlauf war wie folgt:

                Übungen der Steiger-Abteilung

                Übungen sämtlicher Abteilungen an den Geräten

                Vorbeimarsch

                Brandmanöver auf dem Markt

                Leistungsfähigkeit der Autospritze gezeigt: Wasser aus acht Rohren

                Anschließend Kameradschaftsabend.

Anwesend waren Landesbranddirektor Schmiedel, Kreisfeuerwehrführer Paulsen, der Führerrat des Kreises und der Bürgermeister der Stadt Preetz. Aus sämtlichen Ansprachen klangen anerkennende Worte über die gezeigten Leistungen. Kreiswehrführer Paulsen überbrachte die Glückwünsche des Landrats, und der Landesbranddirektor betonte, dass die Freiwillige Feuerwehr eine Polizeitruppe sei und besondere Rechte habe.

Mit Ablauf dieses Jahres legte der Kassen- und Schriftführer Aug. Voß infolge seines fortgeschrittenen Alters sein Amt nieder. Ihm wurde für die vielen Jahre hindurch geleistete Treue und unermüdliche Tätigkeit ein besonderer Dank ausgesprochen.

Ein neuer Weltkrieg brach aus. Ein großer Teil der Mannschaften wurde eingezogen. Ein Aufruf an die männliche Einwohnerschaft hatte Erfolg. Durch Dienstverpflichtung war der notwendige Mannschaftsbestand gesichert. Jetzt aber wurde die Wehr vor Aufgaben gestellt, die in früheren Jahren nur den Berufsfeuerwehren in Großstädten und Industriebezirken oblagen und der Einsatzbereich bis Hamburg erweitert. Die bei Ausbruch des Krieges befohlenen alarmbereiten Nachtwachen wurden aufgelöst, und bei Fliegeralarm erschienen die gesamten Männer der Wehr. Im Laufe des Krieges vermehrten sich die Alarme. Einsätze nach Kiel und Hamburg wurden gefahren. Ein Beispiel aus dem Fahrtenbuch :

28. Juli 1943

Einsatz Hamburg

Ab Preetz : 3.40 Uhr morgens

Fahrzeuge: LF 15, LF 8

Zugführer : Gustav Gudegast

Einsatzstelle : Polizeirevier40

Löscheinsatz: Krankenhaus St. Georg, Schlosststraße 8

Bei einem Löscheinsatz im September 1944 in Heikendorf verlor die Wehr ihren Zugführer Gustav Gudegast, ein schwerer Verlust für die Wehr.

In Erwartung starker Luftangriffe wurde die Wehr verstärkt. Mit einem LF15 (Löschfahrzeug 1500l), einem LF 8 (Löschfahrzeug mit angehängter Spritze 800l) und der alten Motorspritze (1000.) verfügte die Wehr über drei Löschfahrzeuge. Die alte Motorspritze, die so oft bei Einsätzen der Wehr gedient hatte, wurde nach der Kapitulation von Gefangenen entführt und für Spazierfahrten benutzt. Machtlos musste die Wehr sich der „Demontage“ beugen. Aller wichtigen Teile beraubt und nicht mehr verwendungsfähig stand das Fahrzeug später in Pohnsdorf. Als Ersatz wurde der Wehr ein LF15 der ehemaligen Luftwaffenfeuerwehr zur Verfügung gestellt.

Am 21. November 1947 verstarb der stellvertretende Wehrführer Paul Legband, ein in Frieden und Krieg vorbildlicher Führer und Kamerad.

In diesem Jahr brannte die Teerprodukten- und Dachpappenfabrik. Die Löscharbeiten waren durch den starken Frost sehr behindert. Auf dem Hof Hohenhütten war ein Großfeuer zu bekämpfen. Auch hier war die gesamte Wehr eingesetzt.

In der Nacht vom 2. Auf den 3. März 1956 wurde das große Baumaterialienlager der Fa. Köchel & Petersen ein Raub der Flammen. Von dem starken Sturm begünstigt griff das Feuer trotz sofortigen Einsatzes der Freiwilligen Feuerwehr schnell um sich und bedrohte die benachbarten Gebäude, darunter eine mit Stroh gefüllte Scheune. Der Himmel war feuerrot, und ein starker Feuerregen trieb über die Häuser der Stadt bis an den See. Die Kieler Feuerwehr wurde gerufen. Um genügend Wasser zu haben, wurden Schläuche durch die Straßen zum Kirchsee gelegt. Bald hatten die Wehren das Feuer in der Gewalt, so dass es auf seinen Herd beschränkt blieb.

Ein Großbrand in der Nacht vor dem Erntedankfest, am 4./5. Oktober 1959, äscherte sechs Wirtschafsgebäude des Preetzer Klosters ein. Es war die größte Brandkatastrophe seit dem Jahre 1889. Insgesamt 110 Feuerwehrmänner von zwölf Wehren aus dem Umkreis von 15 km arbeiteten in sengender Hitze und beizendem Qualm bis zur Erschöpfung. Aus 14 Rohren jagten sie in der Stunde 288.000 l Wasser und verhinderten damit die Ausbreitung des Brandes.

Eine neue Magirusleiter wurde der Wehr von der Stadtverwaltung übergeben.

Mit dem Fortschritt der Technik verschwand manches Stück aus dem Stadtbild: Der Steigerturm auf dem Schulhof der Wilhelminenschule, der Hydrophor, der Steigerwagen und die große Leiter.

Die erste ordentliche Hauptversammlung nach dem Kriege wurde auf den 27.02.1948 einberufen. Diese und die folgenden Versammlungen machten es sich zur Aufgabe, eine gute Ordnung wieder zu schaffen, die Leistungsfähigkeit und die Einsatzbereitschaft zu sichern. Die neue Mustersatzung, herausgegeben vom Minister des Innern, wurde vorgelesen und angenommen. Durch die 1953 in Plön errichtete Kreisschlauchpflegerei stieg die Leistungsfähigkeit der Wehr erheblich. Zum Einsatz kamen nur noch geprüfte Schläuche. Das gebrauchte Schlauchmaterial wurde gleich auf der Brandstelle umgetauscht, so dass die Löschzüge wieder einsatzbereit ihrer Unterkunft erreichten.

Auf der Hauptversammlung am 11.03.1953 gab der Wehrführer Paul Schön den Entschluss bekannt, sein Amt niederzulegen, ein jüngerer müsse nun endlich seinen Platz einnehmen. Unter allseitigem Bedauern wurde der Entschluss zur Kenntnis genommen, die vorgebrachten Gründe anerkannt, und die Versammlung wählte dann den Kameraden Karl Lau zum neuen Wehrführer. Kamerad Lau nahm die Wahl an und dankte für das Vertrauen. Dem scheidenden Wehrführer, der seit 1908 der Wehr angehörte und seit 1920 als Wehrführer die Freiwillige Feuerwehr durch alle wechselvollen Geschicke schlagkräftig, einsatzfähig bei kameradschaftlichem Zusammenhalten geführt habe, sprach er seinen herzlichen Dank aus und ernannte ihn unter starkem Beifall zum Ehrenhauptmann.

Im Jahre 1955 feierte die Wehr ihr 80jähriges Bestehen. Am 04.09.1958 wurde eine Feuerwehr-Jugendgruppe gegründet. Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren konnten aufgenommen werden. 19 Schüler meldeten sich zum Eintritt. Die Wehr wollte mit dieser Neugründung dem Nachwuchs dienen.

Die Krönung des Jahres 1958 war die Einweihung des Feuerwehrgerätehauses am 8. November 1958. „Wir haben jetzt ein schönes Haus und danken dafür der Stadt Preetz und unserem Ehren-Wehrführer Paul Schön. Das neue Haus bringt für uns auch neue Verpflichtungen, die wir gern übernehmen wollen,“ sagte Wehrführer Lau, als am Sonnabend unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste das Feuerwehr-Gerätehaus eingeweiht wurde, für dessen Bau Kosten in einer Gesamthöhe von rund 144.000 DM entstanden waren. Es war ein großer Tag für die Freiwillige Feuerwehr.

Der Chronist hat die Gegenwart erreicht. Nach 90 Jahren blicken wir zurück auf frohe und trübe Zeiten, auf Höhen und Tiefen. Geschlechter gehen, Geschlechter kommen, dann müssen Formen zerspringen und Satzungen verjähren, was aber nicht zerspringen und verjähren darf, das ist der Geist, aus dem die Freiwillige Feuerwehr geboren ward. Und dass dieser Geist erhalten blieb, davon zeugt die Chronik der Freiwilligen Feuerwehr. Es ist uns schönste Pflicht, der vielen zu gedenken, die mitgebaut haben am gemeinsamen Werk. Hervorgehoben sei, dass das Einvernehmen mit der Stadtverwaltung und der Administration der Stadtsparkasse die Jahrzehnte hindurch stets ein gutes war. Die Freiwillige Feuerwehr dankt und hofft, dass es auch künftig so bleibe.

Ausklingt die Chronik mit dem Wunsche, dass sich jeder Zeit Männer bereit finden mögen, die sich in den Dienst der guten Sache stellen zum Segen unser Stadt, auf dass die Freiwillige Feuerwehr dann nach weiteren zehn Jahren als Hundertjährige aufrecht unerschütterlich stehe als kräftiger Pfeiler im festen Bau des Verbandes der Freiwilligen Feuerwehren getreu dem Wahlspruch :

„ Gott zur Ehr‘ – dem Nächsten zur Wehr!“

 

Feuerwehrhaus1958

Feuerwehrhaus "An der Mühlenau" im Jahr 1958

Feuerwehrhaus1975

Feuerwehrhaus "An der Mühlenau" im Jahr 1975

Feuerwehrhaus2000

Feuerwehrhaus "An der Mühlenau" im Jahr 2000

Feuerwehrhaus2011

Feuerwehrhaus "Güterstraße" im Jahr 2011

 

Aus vergangener Zeit

Feuer ! Feuer ! Zu allen Zeiten war es ein Alarm- und Schreckensruf zugleich; denn zu den größten Gefahren, die einer Stadt in früheren Zeiten drohen konnten, gehörte die Feuersbrunst. Bei der Enge der Straßen und der alten Bauweise – spitzgieblige Fachwerkhäuser – war diese Gefahr noch weit größer als heute. Je weiter wir zurückschauen, um so verheerender konnte das Element Feuer wüten. Konnte Theater, Kirchen, Bahnhöfe, konnte ganze Dörfer vernichten und mitten im tiefsten Frieden große Städte verwüsten und Ungezählten den Tod bringen. Städte standen in Flammen: London, Hamburg, Chicago, San Francisco. Unermessliche Werte wurden vernichtet. Tausende fanden den Tod, wurden in tiefstem Frieden ein Opfer des lohenden Elements. Was Zeitgenossen und Augenzeugen einst darüber berichten, blieb hier und da der Nachwelt überliefert und bietet ein realistisches Bild von der Not, wenn der Schrei aufgellte: Feuer !

Auch die Chronik unser Stadt berichtet von schwerer Feuersnot. In Urkunden aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts wird auf einen Klosterbrand Bezug genommen. Dem anscheinend auch die Kirche zum Opfer gefallen ist. Stiftungen und Ablassbriefe in dieser Zeit zugunsten der Wiederherstellung des Klosters bestärken diese Auffassung. Im Jahre 1552 zerstörte eine große Feuersbrunst fast den ganzen Flecken, und 1641 am Tage Philippi und Jacobi brach durch einen leichtfertigen Schuss in Peter Martens Hause Feuer aus, wodurch 14 Häuser in der linken Reihe von der Kirche den Flecken herunter abbrannten. Lange Zeit standen die Menschen der Feuersnot ziemlich hilflos gegenüber.

Seit Jahrhunderten aber bestanden Vereinigungen zum gegenseitigen Beistand in allerlei Nöten des Lebens, auch in unserem Ort. Es waren die Brandgilden. Über die Zeit, wann die ersten Brandgilden entstanden sein mögen, liegen bestimmte Nachrichten nicht vor. Die älteste bekannte Gilde scheint die ehemalige Brand- und Schützengilde in Preetz zu sein, deren Alter zwar nicht feststeht, von welcher aber schon in den Jahren 1437 und 1442 angeführt ist, dass die Gildebrüderschaft eine Vikarie an dem Altar der heiligen Katherina in der Stadtkirche zu Preetz stiftete, und dass diese Gilde eine Brandgilde sei. Die Gildeordnung legte fest, was bei einem Brande zu geschehen hatte. In der Verordnung des Jahres 1542 heißt es: „Ifte dor een Broder oder Söster verbrennende – dat Godt vorbede – so schölen de Hußwerde einen Balken oder Leden tho föhren, wen he wedder buwen will, de andern Hußwerde vör ere eigen person Sparen, Stender und ander Eken Holdt, dat thom Huse bedarff iß.“ Im Jahre 1603 heißt es: „Jeder Gildebruder gebe einem Brandgeschädigten einen halben Reichstaler“, und 1609 wurde beliebt, dass jeder Gildebruder einem Brandgeschädigten einen Tag Staken und Lehmen helfen oder ihm 8 Schilling geben sollte. Im Jahre 1714 ist ein Brandschaden gewesen. Auf Ansuchen des Brandgeschädigten Friedrich Levenau ist beliebet worden, dass dieswegen die Gilde sollte zusammenkommen, damit demselben sein Brandschaden möchte erledigt werden, welches dann geschehen ist den 12. September. Und hat obgedachter Friedrich Levenau von 123 Personen einem jeden ½ Rthl bekommen, ist 61 ½ Rthl. Anno 1716 haben die Älterleute die Gilde zusammenkommen lassen, weil im vorigen Jahr an Detlef Königs Haus einiger Schaden in der Feuersbrunst wegen seines Nachbarn ist geschehen. Die ausgesandte Acht bringet nach gemachten Schluss einstimmig ein, dass Detlef König, obschon sein Haus gottlob fast gerettet, jedennoch einigen Schaden dadurch gelitten, er zur Ersetzung seines Schadens von einem jeglichen Gildebruder soll zu empfangen haben 10 Lübsch ß. Darauf hat Detlef König empfangen von 128 Personen, von einem jeden 10 Lübsch ß, so in einer Summe 89 M Lübsch.“

Diese Berichte mögen zeigen, wie sehr im Mittelalter und bis ins 19. Jahrhundert hinein den Gildebrüdern beim Feuerschutz das Gemeinwohl am Herzen lag.

Der Zweck der gegenseitigen Unterstützung bei Brandschäden war erst mit dem Jahre 1812 erledigt. In den Artikeln der Gilde aus diesem Jahre heißt es nämlich im Vorwort: „Da die Hauseigentümer des Fleckens Preetz der gütigen Vorsorge des Herrn Kammerherrn und Probsten Cai Wilhelm von Ahlefeldt die Einschreibung und Versicherung ihrer Gebäude in dem Brandkataster der Kielischen adeligen Brandgilde verdanken, so ist dadurch der erste Zweck der hierselbst bestandenen uralten Schützen-Brandgilde-Gesellschaft aufgehoben worden.“

Erste deutsche Feuerwehr

Am 1. Mai 1846 gründete in Durlach der Baumeister Christian Hengst eine Feuerwehr, die den Namen „Pompierkorps“ („Pompier“ frz. Spr. Ponghpieh = Pumpenmacher, Spritzenmeister) erhielt und militärisch eingeübt wurde. In demselben Jahre bezog die Stadt eine neue Spritze von dem um das Löschwesen verdienten Fabrikanten Karl Metz in Heidelberg, und das Korps wurde von diesem in deren Handhabung besonders unterrichtet. Schon wenige Monate nach seiner Gründung hatte das Pompierkorps Gelegenheit, seine erste Feuerprobe abzulegen, die es unter der Leitung seines Gründers aufs rühmlichste bestand. Am 28. Februar 1847 brach in Karlsruhe ein furchtbarer Theaterbrand aus. Auf Anrufen des Markgrafen Wilhelm von Baden kam das Pompierkorps von Durlach im Sturmschritt herbeigeeilt, und alle Augenzeugen mussten den todesmutigen Feuerwehmännern von Durlach die höchste Anerkennung zollen, da die kleine Schar im Funkenregen festhaltend, mit ihren Spritzen und Schläuchen dem Feuer Halt gebot. Durch die Presse wurde der Ruhm des militärisch eingeschulten Korps von Durlach weit und breit bekannt und überall zeigte sich der Wunsch, diese Organisation nachzuahmen. Seit diesem Augenblicke verbreitete sich die Institution der militärisch organisierten, wohlgeschulten Feuerwehr über alle deutschen Länder. In den Großstädten wurde in demselben Sinne später eine ständige Feuerwehr organisiert. Die Gründung der Durlacher Feuerwehr ist der Ausgang einer großen segensreichen Bewegung; denn die Gründung jenes Pompierkorps war eine Kulturtat ersten Ranges, welche im Kampf wider die zügellose Macht des Feuers die erhebendsten Heldentaten gezeigt hat.

Die Freiwillige Turnerfeuerwehr Preetz

In den Herzogtümern Schleswig und Holstein war das Feuerlöschwesen, während diese Lande unter dänischer Herrschaft standen, wenig entwickelt. Es war einem königlichen Branddirektor unterstellt. Ein Aufschwung zum Besseren trat erst ein, als Schleswig-Holstein preußische Provinz wurde. Durch die Selbstverwaltung der Gemeinden kam die Leitung des Feuerlöschwesens bald in die Hände geeigneter Persönlichkeiten, und danach den für unsere Land so bewegten und ereignisreichen Jahren von 1863 bis 1866 stand dann auch die Frage über Errichtung von freiwilligen Feuerwehren auf der Tagesordnung. In der Stadt Schleswig wurde schon 1866 eine freiwillige Feuerwehr errichtet und im selben Jahr auch in Lütjenburg. Weitere hervorgingen, entstanden im Jahre 1869, so auch hier in Preetz.

Die Chronik berichtet:

Geschehen

Preetz in der Versammlung der Freiwilligen Turnerfeuerwehr den 20. Juni 1869

„Nachdem nach vorher stattgehabten Verhandlungen zwischen dem Turnerrat des hiesigen Männerturnvereins und der Branddirektion in der General-Versammlung des Preetzer Männerturnvereins eine freiwillige Turner-Feuerwehr gegründet und derselben nachbezeichnete Personen als Mitglieder waren – folgen 35 Namen – war zur ersten Versammlung und Übung Termin auf heute anberaumt.“

Sechs Jahre hat die Freiwillige Turnerfeuerwehr bestanden, von 1869 bis 1875. Die Protokolle dieser Jahre sind erhalten geblieben. Sie berichten eingehend, wie die Turner mit großem Eifer, von starkem Willen beseelt, sich bemühten, durch regelmäßiges Üben stets leistungsfähig und einsatzbereit zu sein. Die Arbeit in der militärisch organisierten Feuerwehr wurde geregelt durch Grundgesetz und Disziplinargesetz vom 01.04.1869.

In kurz aufeinanderfolgenden Versammlungen wurde u. a. beschlossen:

                Die Wahl der Chargierten gefolgt durch Stimmzettel, jedes Jahr Neuwahl, die Neuaufnahme von Mitgliedern durch Ballotage, d.i. Wahl durch Kugeln.

                Das neuaufzunehmende Mitglied muss das 19. Lebensjahr vollendet haben.

                Wahl des Ehrengerichts durch Stimmzettel, fünf Mitglieder, und zwar drei aus den Reien der Feuerwehrmänner, zwei aus dem Turnrat des Männerturnrvereins. Dessen Aufgabe war, in gegebenen Fällen Strafen oder Verweise zu beschließen. Schwerste Strafe war der Ausschluss. So wurde einmal ein Mitglied wegen Trunkenheit auf einem Kränzchen aus der Compagnie ausgeschlossen. Einmal zu spät kommen wurde mit 2 ß, einmal fehlen mit 4 ß, schlechtes Putzen und Unsauberkeit mit 1ß Strafe geahndet. Unerlaubtes Betragen gegenüber den Chargierten bis zu 8ß Strafe. Umhergehen in Uniform länger als eine Stunde nach stattgehabter Übung war verboten und wurde bestraft.

Praktische Übungen jeden Mittwoch und Sonnabend abends 8 Uhr, später jede Woche und schließlich alle 14 Tage einmal, meistens Sonntag nachmittags 3 Uhr. Anträge auf vollständige Einkleidung und Ausrüstung der Feuerwehrmänner und Beschaffung der notwendigen Geräte und Utensilien, darunter Laternen, Signalhörner, Pfeifen, an die Branddirektion bei der Stadtverwaltung stellen. Von den Dienstvorschriften sei eine Sonderbestimmung erwähnt:

„Bei einem Gewitter, wenn dieses in unser Nähe und strenge ist, haben sich 8 Mitglieder,       welche nach der Reihenfolge dazu bestimmt werden, beim Spritzenhaus während der Zeit von abends 7 Uhr bis morgens 5 Uhr einzufinden.“

So geben uns die Protokolle ein getreues Bild von der Arbeit der Freiwilligen Turnerfeuerwehr. Nur eines fehlt: Bericht über den Einsatz bei einem Feuer. Einmal heißt es: Nach jedem Feuer sind die Geräte und namentlich die Taue der Steiger zu überprüfen und instandzusetzen.

Zum Hauptmann wurde Bäckermeister Schröder gewählt, der bis 1873 im Amt blieb und dann von Webermeister Lau, dem Großvater unseres jetzigen Wehrführers, abgelöst wurde. Zum Kommando, also dem Vorstand, gehörten ferner: der Stellvertreter des Hauptmannes, zwei Spritzenmeister, zwei Rohrführer und der Steigerführer.

Bei größeren Feiern, wie Friedensfest 1871, zur 25-Jahrfeier der Erhebung am 24.03.1873, an der Sedanfeier 02.09.1873, nahm die Freiwillige Turnerfeuerwehr am Festzug teil.

Im Jahre 1875 zeichneten sich Bestrebungen ab, die Freiwillige Turnerfeuerwehr von dem Turnverein zu lösen, auch scheinen Uneinigkeiten unter den Mitgliedern bestanden zu haben. Am 4. Juli 1875 wurde bei der Neuwahl der Chargierten Kaufmann Dabelstein zum Hauptmann gewählt. Dieser aber lehnte die Wahl ab, weil nach den Statuten die Feuerwehr unter militärischer Disziplin geführt werde und er kein Soldat gewesen sei. Wegen entstehender Uneinigkeit konnte eine zweit Wahl nicht erfolgen, und Hauptmann Lau schloss die Versammlung. In der auf den nächsten Tag, 5. Juli, einberufenen Versammlung erklärten sämtliche Mitglieder ihren Austritt. Damit hörte die Freiwillige Turnerfeuerwehr auf zu bestehen.

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